Lang, lang ist's her .......

Geschichte

Frauenwald

Frauenwald

eig. Luftbildaufnahme 4.Juni 2010

Die Sage über die Entstehung des Ortes Frauenwald bezieht sich auf das Jahr 1177, wo sich Graf Poppo von Henneberg bei der Jagd verirrte und von einem Köhler aufgefunden wurde. Dieser brachte ihn auf die Erfurt-Nürnberger Geleitstraße zurück. Der Graf war froh, wieder bei den Seinen zu sein und gestattete dem armen Köhler einen Wunsch zu äußern. Dieser wünschte sich an dieser Stelle eine kleine Kapelle, damit er wenigstens auch einmal ein Gebet sprechen könne. Dieser Wunsch wurde erfüllt, die Kapelle wurde nach dem Schutzheiligen der Fuhrleute, Nikolauskapelle genannt.

Seinen Ursprung verdankt Frauenwald einer der wichtigsten Straßen des östlichen Thüringer Waldes. Der Erfurt-Nürnberger bzw. Erfurt-Würzburger Geleitstraße, die von Ilmenau kommend über den Kamm des Sonneberges weiter nach Nürnberg führte.

An dieser Straße, auf dem Sonneberg, stand nun die gespendete Kapelle, die von Graf Poppo von Henneberg 1218 an das Kloster Veßra übertragen wurde. Das dürfte die erste Erwähnung überhaupt sein. Die Kapelle hat also bereits im Jahre 1218 bestanden. Kloster Veßra baute sie dann zu einer Probstei mit Frauenstift aus. Dem ersten chronokalischen Beleg von 1218 folgt der erste urkundliche Nachweis vom Jahre 1323. Syfridus, Probst zu Veßra, verkaufte der Kirche des heiligen Nikolaus und dem dortigen Nonnenkollegium des Prämonstratenser Ordens zwei Güter, und zwar in Rentwertshausen und Hinternah. Das Frauenstift heißt deshalb nicht "zum Frauenwald", wie es insgeheim ausgesprochen wurde und den Anschein erhebt, als sei es der lieben Mutter Gottes, Frau Maria genannt worden. Es muß heißen: "zu den Frawen auff dem Wald". Daher also der Name zu den Frauen, zuletzt "Frauenwald". Das Frauenstift bestand bis 1520.

Eine ausführliche Information über die Ortschronik von Frauenwald finden Sie unter dem Link:
"http://www.frauenwald.info/chronik-frauenwald.php"